"Stress bei Schülern": Dieses Thema wird immer mehr für die Präventions- und Beratungsarbeit an Schulen wichtig, da vermehrt Schüler und Schülerinnen darüber klagen. Was bedeutet denn "Stress"? Dies beinhaltet, dass ein Individuum, an Schulen eben Schüler und Schülerinnen, sich mit den Herausforderungen subjektiv nicht "gewachsen" fühlt. Meist wird durch "gutes Zureden" versucht, die Betroffenen vom Gegenteil zu überzeugen. Da an der Überforderungssituation jedoch das Limbische System beteiligt ist, indem negative Gefühle erzeugt werden, hilft "gutes Zureden" auf der rein rationalen Ebene meist kaum. Auf verschiedenen Ebenen kann versucht werden eine zunächst kleine Änderungen zu bewirken: Gefühle, Gedanken, Verhalten und/oder Körperhaltungen. Hierfür entstehen auch durch die hypnosystemische Beratung neue Aspekte und Ideen. Das Heidelberger Kompetenztraining hat bereits vor einigen Jahren ein hilfreiches Programm dazu aufgebaut.

Hypnosystemisches Arbeiten: Beim hypnosystemischen Arbeiten wird versucht, auch unbewusste Anteile anzusprechen. Dies kann u. a. durch die Arbeit mit Bildern gelingen.


Schule als System

Der Blick auf die Zusammenhänge in der Schule bzw. in einer Klasse verändert sich zunehmend. So werden nicht mehr nur lineare Zusammenhänge beachtet, sondern zirkuläre Verbindungen in den Mittelpunkt gestellt. Ein "Problem" konstruiert sich dort oftmals nicht nur aus zwei Beteiligten, sondern mehreren Personen, die im "System" verbunden sind. Dieses Beziehungsgeflechte sind meist nicht offensichtlich erkennbar, durch bestimmte (auch systemische) Fragen jedoch "entdeckbar", wodurch neue Interventionen und Lösungsmöglichkeiten kreiert werden können.

 

 

Achtsamkeit

Der Schulalltag ist oft geprägt von wechselnden Klassenzimmern, Lehrern und Fächern. Zwischendurch sind Terminabsprachen mit Kollegen, Stundenplanänderungen oder Pausenaufsichten zu erledigen. Dies kann zu Stresssymptomen wie Schlaflosigkeit, Bluthochdruck und Verdauungsproblemen führen. Achtsamkeitstraining "schult"die Fähigkeit die Aufmerksamkeit ins Hier und Jetzt zu konzentrieren, so dass dadurch negative Gedankenkreisläufe bzw. Sorgenspiralen angehalten werden können. Hierzu gehören meditative Übungen wie Body-Scan-Einheiten, Meditationen im Sitzen,Liegen oder Gehen oder auch Yoga und Qi Gong. Kleinkinder besitzen diese Gaben noch, so verweilen sie ganz im Augenblick, wenn sie Tiere beobachten, eine Bagger in den Sand setzen oder eine Mahlzeit zu sich nehmen. Im Laufe der Zeit verlernen Kinder leider dieses Können, da sie in einer "multitasking" Gesellschaft aufwachsen und Erwachsene nachahmen.

Im Jugend- und Erwachsenenalter können viele Tätigkeit zum Einüben von Achtsamkeit genutzt werden; so kann das bewusste Essen eines Apfels dazu verwendet werden, dessen Geschmack, Festigkeit und die Reaktionen des eigenen Körpers darauf bewusst wahrzunehmen.

 

Neuer Bildungsplan

Ab dem Schuljahr 2016/17 lernen die 5ten Klassen auf der Grundlage eines neuen Bildungsplanes. Das Fach "Wirtschaft" erhält am Gymnasium einen neuen, größeren Stellenwert.